Jörg Reichertz: Autor & Journalist

Artikel getaggt mit "Midnight Commander"

Fernzugriff auf den Raspberry, Teil 1

Gepostet von am Dez 29, 2014 in Raspberry Pi

Fernzugriff auf den Raspberry, Teil 1

Raspberry Pi fernsteuern Egal, ob Sie eine Wetterstation planen, einen Mediaserver im Wohnzimmerschrank unterbringen möchten oder den Kabelsalat auf Ihrem Schreibtisch vermeiden wollen – alles kein Problem, der Raspberry lässt sich aus der Ferne dirigieren; etwa über einen Windows-PC, einen Linux-Rechner oder Mac. Ebenfalls denkbar: die Steuerung via Smartphone oder Tablet. Lösungen für die Fernsteuerung eines Raspberry gibt es mehr als genug, es sind zudem nur wenige Handgriffe nötig, um dem Raspberry die entsprechenden Fähigkeiten zu verleihen. Ein Tipp vorab: Installieren Sie den „Midnight Commander“ auf dem Raspberry. Dieser exzellente Dateimanager macht das Editieren und Verschieben von Dateien zum Kinderspiel. sudo apt-get install mc Der Clou: Der Midnight Commander (MC) lässt sich in einer Konsole via SSH nutzen. Mehr dazu direkt im Anschluss. Wenn Sie mit dem Terminal arbeiten wollen, ist SSH (Secure Shell) eine gute Wahl. Mit SSH bauen Sie eine sichere und verschlüsselte Verbindung zwischen dem Raspberry und der Gegenstelle auf. Auf dem Raspberry muss ein SSH-Server laufen – bei Raspbian ist dies ab Werk der Fall. Das gilt auch, wenn Raspbian per NOOBs installiert wurde. Falls nötig, lässt sich der Server nachträglich über raspi-config konfigurieren oder manuell mit diesem Befehl aktivieren: sudo service ssh start Für SSH benötigen Sie die IP-Adresse und den Hostnamen des Raspberry. Fritzbox-Besitzer sind fein raus: Sie starten das Konfigurationsprogramm der Fritzbox (fritz.box im Browser). Dann klickt man auf Heimnetz und Netzwerk, schon hat man die Verbindungsdaten parat. Mit anderen Routern funktioniert es ähnlich. Alternativ können Sie diese Informationen auch per Terminal abrufen: hostname ip addr | grep inet Die IP-Adresse und den Hostnamen brauchen Sie anschließend für die jeweiligen SSH-Clients, zum Beispiel „PuTTY“ oder „WinSCP“. Notieren Sie sich auch die verwendeten Passwörter. Zur Erinnerung: Raspbian verwendet als Werkseinstellung für den Benutzer „pi“ und als Passwort „raspberry„. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie beide Einstellungen für den Netzwerkbetrieb später ändern. Mit Hilfe von raspi-config ist das schnell und bequem erledigt. Apropos Sicherheit: Wenn Sie abwechselnd mit verschiedenen Raspbian-Images arbeiten, erhalten Sie eine Warnmeldung. Sie bezieht sich auf den SSH-Schlüssel, der zwischen Client und Server ausgetauscht wird. PuTTY notiert sich – so wie andere Clients – diesen Schlüssel und geht nach dem Wechsel des Raspbian-Images davon aus, dass die Verbindung kompromittiert wurde, da der Schlüssel nun nicht mehr mit dem ursprünglich gespeicherten Schlüssel übereinstimmt. Sie müssen diesen Warnhinweis allerding nur bestätigen, um SSH weiterhin nutzen zu können. Lesen Sie in Teil 2, wie es weiter geht… © Jörg Reichertz, Dezember 2014, alle Rechte...

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Midnight Commander

Gepostet von am Dez 19, 2014 in Tools

Midnight Commander

Er ist ein echter Klassiker, hocheffizient und viele User schwören bei der täglichen Arbeit auf ihn: Die Rede ist vom „Midnight Commander“ (MC), einem Dateimanager, der nur wenige Ressourcen verbraucht und viele praktische Werkzeuge an Bord hat. Die neueste Version 4.8.12 wurde um diverse Fehler bereinigt, die Entwickler versprechen zudem einen zusätzlichen Tempogewinn. Möglich wurde dies durch eine Optimierung des Quellcodes. Verbessert und erweitert wurde des Weiteren die Auswahl von Skins und der Umgang mit ZIP-Dateien. Was bringt der Midnight Commander in der Praxis? Wer zum Beispiel auf einem System ohne grafische Oberfläche kleinere Wartungsarbeiten erledigen muss, wird das Tool schnell schätzen lernen. Charakteristisch für den Midnight Commander sind seine beiden blau-weißen Arbeitsfenster, die jeweils den Inhalt eines Ordners anzeigen. Dateioperationen wie etwa Verschieben und Kopieren lassen sich so intuitiv erledigen – entweder per Tastatur oder mit Maus. Schneller Zugriff Gestartet wird der Midnight Commander von der Konsole aus mit dem simplen Befehl mc. Dann erscheint der bekannte Split-Screen. Jetzt können Sie sich die Verzeichnisse so anzeigen lassen, wie Sie es für Ihre Arbeit benötigen. Sie sind dabei natürlich nicht nur auf den lokalen Rechner beschränkt. Der Betrieb über SSH oder andere Verbindungen ist ebenfalls möglich – der Midnight Commander setzt lediglich die Bibliothek „ncurses“ voraus. Entfernte Server lassen sich per FTP in den Midnight Commander einbinden. Hier profitieren Sie von den Anzeigemöglichkeiten des MC: Sie können sich die Einträge als Liste oder Baum anzeigen lassen – das sorgt für Übersicht. Falls Sie eine Konfigurationsdatei, ein Skript oder eine andere Datei editieren wollen: Kein Problem, wählen Sie die Datei mit dem Marker aus, den Sie über die Pfeiltasten steuern. Mit der Funktionstaste F4 öffnen Sie die Datei und starten den internen Editor. Er arbeitet mit Control-Befehlen. Hinweis: Der MC ist in den Repositories fast aller Linux-Distributionen verfügbar. © Jörg Reichertz, Dezember 2014, alle Rechte...

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