Jörg Reichertz: Autor & Journalist

Midnight Commander

Gepostet von am Dez 19, 2014 in Tools |

Er ist ein echter Klassiker, hocheffizient und viele User schwören bei der täglichen Arbeit auf ihn: Die Rede ist vom „Midnight Commander“ (MC), einem Dateimanager, der nur wenige Ressourcen verbraucht und viele praktische Werkzeuge an Bord hat. Die neueste Version 4.8.12 wurde um diverse Fehler bereinigt, die Entwickler versprechen zudem einen zusätzlichen Tempogewinn. Möglich wurde dies durch eine Optimierung des Quellcodes. Verbessert und erweitert wurde des Weiteren die Auswahl von Skins und der Umgang mit ZIP-Dateien.

Midnight Commander - Dateimanager für Linux

Midnight Commander – Dateimanager für Linux

Was bringt der Midnight Commander in der Praxis? Wer zum Beispiel auf einem System ohne grafische Oberfläche kleinere Wartungsarbeiten erledigen muss, wird das Tool schnell schätzen lernen. Charakteristisch für den Midnight Commander sind seine beiden blau-weißen Arbeitsfenster, die jeweils den Inhalt eines Ordners anzeigen. Dateioperationen wie etwa Verschieben und Kopieren lassen sich so intuitiv erledigen – entweder per Tastatur oder mit Maus.
Schneller Zugriff
Gestartet wird der Midnight Commander von der Konsole aus mit dem simplen Befehl mc. Dann erscheint der bekannte Split-Screen. Jetzt können Sie sich die Verzeichnisse so anzeigen lassen, wie Sie es für Ihre Arbeit benötigen. Sie sind dabei natürlich nicht nur auf den lokalen Rechner beschränkt. Der Betrieb über SSH oder andere Verbindungen ist ebenfalls möglich – der Midnight Commander setzt lediglich die Bibliothek „ncurses“ voraus. Entfernte Server lassen sich per FTP in den Midnight Commander einbinden. Hier profitieren Sie von den Anzeigemöglichkeiten des MC: Sie können sich die Einträge als Liste oder Baum anzeigen lassen – das sorgt für Übersicht. Falls Sie eine Konfigurationsdatei, ein Skript oder eine andere Datei editieren wollen: Kein Problem, wählen Sie die Datei mit dem Marker aus, den Sie über die Pfeiltasten steuern. Mit der Funktionstaste F4 öffnen Sie die Datei und starten den internen Editor. Er arbeitet mit Control-Befehlen. Hinweis: Der MC ist in den Repositories fast aller Linux-Distributionen verfügbar.

© Jörg Reichertz, Dezember 2014, alle Rechte vorbehalten