Auch wenn es
Kamerahersteller gerne suggerieren: Ausgefeilte
Belichtungsauto- matiken garantieren noch lange keine künstlerisch
anspruchsvollen Fotos.
Wer souverän mit Licht gestalten will, kommt
an der manuellen Belichtung nicht vorbei. Das hierfür erforderliche
Know-how bündelt Adrian Bircher in einem kompakten Kompendium, das
alle wichtigen Aspekte abdeckt: es vermittelt die theoretischen
Grundlagen der Lichtmessung, geht auf spezielle Verfahren wie etwa
die manuelle Zweipunktmessung ein, stellt die unterschiedlichen
Varianten der TLL-Messung (z.B. Spot, Integral, Mehrfeld) vor und
klärt die Frage, welche Methode bei schwierigen Lichtsituationen am
ehesten ein ansprechendes Ergebnis liefert. Auch der Einsatz von
Hilfsmitteln, zum Beispiel der Graukarte, kommt nicht zu kurz.
Besonders lesenswert ist das umfangreiche Kapitel zu
Handbelichtungsmessern, die in vielen Fotobüchern recht stiefmütterlich
bzw. überhaupt nicht behandelt werden.
Informativ: Der Einfluss von
Filtern (etwa Farb- und Polfilter) auf die Belichtung. Unergiebig für
den Digitalfotografen sind allerdings die Kapitel über Filmemulsionen
oder die Filmreflexionsmessung - wer zugleich klassisch-analog
fotografiert, wird auch diese Abschnitte mit Gewinn lesen. Nur kurz
angerissen werden Themen wie "Nachtaufnahmen", "Gewitter" oder
"Feuerwerk". Der Blitzlichtmessung hat der Autor lediglich drei Seiten
spendiert - schade. Wer sich über den Einsatz von Kunstlicht informieren möchte, kommt an
zusätzlicher Spezialliteratur also nicht vorbei.
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Infos zum Buch |
Belichtungsmessung
Adrian Bircher
96 Seiten
Gebundenen
Verlag Photographie
ISBN: 3933131596
19,95 Euro |