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Die Sonne
Stern unserer Erde

Das beste Buch zum Thema, wenn Sie sich umfassend über das Thema informieren wollen. Der Autor versteht es nicht nur, die physikalischen Grundlagen darzustellen, ebenso überzeugend wirken die lebendige Sprache, die exzellenten Illustrationen und die didaktische Aufbereitung des Stoffs. Ein wirklich schönes Buch, ideal als Geschenk für alle, die ein Faible für Astronomie haben.

Kenneth R. Lang
Springer Verlag
ISBN 3-54059437-X
Rund 40 Euro

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Copyright/Credits:
ESO
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GLÜCKWUNSCH:
Am 1 April 2004 feierte das VLT sein fünfjähriges Jubiläum.

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Copyright/Credits:
ESO
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NACHTSCHICHT:
Sobald das letzte Tageslicht verlischt, beginnt die Beobachtung.

 

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Copyright/Credits:
ESO
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IMPOSANT:
Eines der Hauptinstrumente des VLT. Dieses Teleskop trägt den Namen
"KUEYEN". Die Bezeichnung ist der Mapuche-Sprache entlehnt und bedeutet übersetzt "Mond".

 

 

Astronomie: Das Very Large Telescope
Der Blick in die Unendlichkeit

Kopflos ragt der Cerro Paranal in den Himmel. Ohne viel Federlesens haben die Ingenieure die Spitze des rund 2.600 Meter hohen Berges weggesprengt. 300.000 Kubikmeter Gestein mussten für ein Milliarden Euro teures technisches Wunderwerk weichen, das auf der Erde seinesgleichen sucht: Das Very Large Telescope, abgekürzt VLT. Für die hochsensiblen optischen Innereien solcher Teleskope gibt es weltweit nur wenige Standorte. Der Berg in der Atacama-Wüste in Chile ist einer dieser seltenen Plätze auf unserer Erde. 350 sternklare Nächte, stabile atmosphärische Bedingungen und absolute Stille zeichnen diesen entlegenen Ort aus. Ideal für Teleskope, tödlich für Lebewesen: Im Umkreis von 50 Kilometern würde nichts den nächsten Tag überleben, so extrem sind die Bedingungen in dieser unwirklichen Welt.
 

Mit dem VLT wurde ein neues Kapitel in der Astronomie aufgeschlagen. Es ist eines der leistungsfähigsten optischen Teleskop der Welt mit einer Gesamtspiegelfläche von 200 Quadratmetern. Sein Geheimnis: Vier Teleskope sind über eine trickreiche Konstruktion miteinander verbunden und bündeln das extrem schwache Licht, das seit Millionen von Jahren durchs All irrt. Nachdem die Bauarbeiten am Very Large Telescope abgeschlossen waren, ging ein lang gehegter Traum der Astronomen in Erfüllung: Die Europäische Südsternwarte (ESO) hatte 1987 mit dem VLT ein Projekt ins Leben gerufen, das in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe setzte: Die vier Teleskope des VLT messen im Durchmesser jeweils 8,2 Meter und lassen nach dem Endausbau per VLT-Interferometrie zu einem Riesenteleskop zusammenschalten. Bei einer einstündigen Belichtung nehmen die Astronomen damit Himmelskörper auf, die vier Milliarden mal lichtschwächer sind als die schwächsten Sterne, die das bloße Auge noch sieht. Mit dem VLT und den daran angeschlossen Computersystemen können vollautomatisch Wellenlängen vom nahen Ultraviolett bis hin zu Infrarotstrahlung von 25 Mikrometern analysiert werden.
 

Die gigantischen Hauptspiegel des VLT sind nur 17,5 Zentimeter dick und würden sich unter ihrer eigenen Last völlig verformen. Jeder Spiegel liegt deshalb auf 150 beweglichen Stempeln (Aktuatoren), die computergesteuert während der Beobachtung die Lage der optischen Fläche kontrollieren und korrigieren. Dies geschieht etwa alle 30 Sekunden. Deshalb arbeitet das Very Large Telescope unabhängig von etwaigen Temperaturschwankungen oder der Ausrichtung des Teleskops. Das Spezialglas wurde in einem langwierigen Prozess in den Mainzer Schott-Glaswerken hergestellt und von Optik-Spezialisten in Frankreich poliert. Höchste Präzision war dabei gefordert: Von der Idealform sollte der Spiegel maximal 20 Millionstel Millimeter abweichen. Neben den vier 8,2-Meter-Spiegel hat das VLT noch drei weitere Hilfsteleskope, die mit 1,8-Meter-Spiegeln ausgestattet sind.

Und hier einige der wissenschaftlichen Fragen, die das VLT in Zukunft klären soll:

Wird sich das Universum endlos ausdehnen oder zieht es sich irgendwann wieder zusammen?

Ist das Universum offen oder geschlossen?

Wann haben sich nach dem Urknall die ersten Sterne und Galaxien gebildet?

Was löst die Entstehung von Objekten aus, die Licht aussenden?

Woraus besteht die dunkle Materie, die das Universum füllt?

Hat jede Supergalaxie ein schwarzes Loch in ihrem Zentrum?

Haben sich außerhalb unseres Sonnensystems andere Planetensysteme gebildet?

© Jörg Reichertz, 22. März 2005, alle Rechte vorbehalten

 


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