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Die Sonne
Stern unserer Erde
Das beste Buch zum
Thema, wenn Sie sich umfassend über die Sonne informieren wollen.
Der Autor versteht es nicht nur, die physikalischen Grundlagen
darzustellen, ebenso überzeugend wirken die lebendige Sprache, die
exzellenten Illustrationen und die didaktische Aufbereitung des
Stoffs. Ein wirklich schönes Buch, ideal als Geschenk für alle, die
ein Faible für Astronomie haben.
Kenneth R. Lang
Springer Verlag
ISBN 3-54059437-X
Rund 40 Euro |
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Astronomie: Empfehlenswerte Fachliteratur
Praxisbuch der Astronomie |
Perfekte
Astrofotos sind ein ästhetischer Genuss sondergleichen und ebenso eine
technische Herausforderung ersten Ranges. Zumal, wenn man die filigranen
Strukturen weit entfernter Spiralgalaxien oder Objekte unserer eigenen
Milchstraße pixelgenau und absolut farbgetreu zu Papier bringen möchte.
Genau hier setzt das "Praxisbuch der Astronomie mit dem PC" an: Es ist
ein sachkundiger Begleiter für jeden Hobbyastronomen, der auf dem
schwierigen Weg zum perfekten Astrofoto eine Vielzahl von praktischen
Problemen lösen muss. Das beginnt bereits beim Aufspüren der geeigneten
Beobachtungsobjekte am Nachthimmel. Hierfür schlägt der Autor Dr.
Steffen Brückner das bekannte Sternenkarten-Programm "Cartes du Ciel"
vor, das im ersten Kapitel des Buches eingehend vorgestellt wird. Auch
die überaus wichtige Übernahme von Sternkatalogen (etwa dem Hubble Guide
Star Katalog, abgekürzt GSC) in "Cartes du Ciel" kommt nicht zu kurz -
relevant für alle, die zum Beispiel auf der Jagd nach besonders
lichtschwachen Objekten sind und exakte Daten zu Rektaszension und
Deklination (die Himmelskoordinaten) benötigen.
Sehr detailliert und mit vielen Bildschirmfotos illustriert bereitet der
Autor in den folgenden Textpassagen eine typische Beobachtungsnacht vor
- zuerst rückt das Einsteigerobjekt schlechthin ins Okular: der Mond.
Auf welche topografischen Merkmale der angehende Astrofotografen hier
trifft, zeigt der "Virtual Moon Atlas" - ein detailliertes,
fotografisches Abbild der Mondoberfläche, das sich als elektronischer
Atlas in "Cartes du Ciel" einbinden lässt.
Apropos: "Cartes du Ciel" ist ebenso wie der Mondatlas kostenlos, wie
übrigens alle vorgestellten Tools im "Praxisbuch der Astronomie mit dem
PC". Präsentiert werden ausschließlich Astroprogramme zum Nulltarif für
Windows; Linux bleibt außen vor. Wer sich also Hinweise zum
leistungsstarken "XEphem" – einem echten Klassiker - erhofft, blättert
enttäuscht weiter.
Schwere Kost erwartet den Einsteiger in den folgenden Kapiteln ab Seite
52. Hier dreht sich alles um die Kalkulation aktueller Kometen- und
Kleinplanetenbahnen sowie der Position der Internationalen Raumstation
(ISS). Konsequenterweise schließt sich daran der Abschnitt "Steuern des
eigenen Teleskops mit GoTo" an - unerlässlich, wenn man ein modernes
Teleskop per PC zielgenau lenken möchte. Schön, dass der Autor bei
dieser Gelegenheit im Textkasten darauf hinweist, wie sich das Problem
der fehlenden seriellen Schnittstelle am Notebook lösen lässt – ein
typisches Ärgernis für Astrofotografen.
Ans Eingemachte geht es dann ab Seite 107, nun kommen auch
fortgeschrittene Hobbyastronomen auf ihre Kosten: Ab jetzt werden
"Geniale Planeten- und Mondaufnahmen mit Webcam und Giotto" fabriziert -
so die Titelzeile zu diesem Kapitel. Sieht man einmal von dem etwas
unmotiviert eingestreuten "Genial" ab, zeichnen sich auch die folgenden
Erläuterungen durch eine klare und verständliche Sprache aus -
angesichts der komplizierten Thematik und dem unvermeidbaren
Astrokauderwelsch keine leichte Aufgabe.
Wie immer plaudert der Autor auch in diesem Kapitel aus dem Nähkästchen
und bewahrt den angehenden Astrofotografen vor Fehlkäufen, so etwa auf
Seite 108: "Günstige Webcams nutzen statt einem hochwertigen CCD-Sensor
einen wesentlich unempfindlicheren und stärker rauschenden CMOS-Sensor.
Mit diesen CMOS-Webcams wird die Aufnahmequalität von CCD-Webcams bei
Weitem nicht erreicht." Solche an vielen Stellen eingestreuten Tipps
werten das Buch für den praktischen Gebrauch ungemein auf.
Wer bisher noch nie etwas von "Stacking" und seine Bedeutung für die
Qualitätsverbesserung von digitalen Planetenbildern gehört hat, erfährt
hierüber ebenso alles Wesentliche, wie über die perfekte Konfiguration
von "Giotto" - derjenigen Software, die im Zusammenspiel mit einer
Webcam für vernünftige Bildresultate sorgt. Konkret geht es um das
Aufsummieren von Einzelbildern, um das Rauschen des Hintergrundes zu
reduzieren und Fehlerpixel zu eliminieren. Nebst zahlreichen
Spezialfiltern, um digitale Bildvorlagen zu optimieren. Übrigens: Wer
eine Alternative zu "Giotto" sucht, findet sie in "RegiStax", das ab
Seite 132 intensiv beleuchtet wird.
Sehr informativ: Die Seiten 158 bis 198, die sich mit allerlei
nützlichen Tools für den Astrofotografen beschäftigen. Der Vorspann zu
diesem Buchkapitel trifft voll ins Schwarze und erfüllt den selbst
gesetzten Anspruch: "Oft sind es gar nicht die großen und bekannten
Programmpakete, sondern vielmehr die kleinen Helferlein, die das Leben
vereinfachen.“
Besonders lesenswert für
fortgeschrittene Hobbyastronomen sind die Abschnitte zu "Aberrator";
einem Programm, mit dem man die optische Leistung von Teleskopen
simuliert. So lässt sich realistisch einschätzen, wie sich die Variation
einzelner Teleskop-Parameter oder das so genannte Seeing (Luftunruhe)
auf die Qualität der digitalen Aufnahme auswirken.
Wer die Rubrik "Nützliche Tools" bis zum Ende durchackert, darf erst
einmal eine Pause einlegen; weitere einhundert prall gefüllte Seiten
warten anschließend auf den experimentierfreudigen Astrofotografen. Dazu
einige Appetithäppchen aus dem umfangreichen Inhaltsverzeichnis:
"Sensortechnik und Rauschverhalten", "Korrektur von Rauschen und
Bildfehlern mit Hilfe von Dunkelbild, Flatfield und Offset",
"Farbaufnahmen - das Farbfilter-Array", "Die Notwendigkeit der exakten
Nachführung", "Professionelle Bildbearbeitung in Iris" oder "Astrofotos
mit Photoshop Elements optimieren".
Alles in allem eine geballte Ladung von Fachwissen, gespickt mit der
jahrelangen Praxiserfahrung des Autors. Der, nebenbei bemerkt, als
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Statik und Dynamik der
Luft- und Raumfahrtkonstruktionen der Universität Stuttgart arbeitet und
zugleich für die Sternwarte Welzheim tätig ist.
Fazit: Nicht jeder Amateurastronom möchte nach der Lektüre dieses
Fachbuchs gleich in die Fußstapfen des englischen Astronomen und
Profifotografen David Malin treten, der seit über 20 Jahren mit seinen
prachtvollen Astroaufnahmen Menschen in aller Welt für die Wunder des
Kosmos begeistert. Dem Autor Dr. Steffen Brückner glückt es jedoch, auch
Einsteiger an diese - zugegebenermaßen - komplizierte Materie
heranzuführen. Wer die Seiten intensiv durcharbeitet, dem gelingen
Astroaufnahmen, von denen er schon lange träumte, die er sich aber
angesichts der vielen exzellenten Bildbände zu diesem Thema bislang
nicht zutraute. Digitale Astrofotografie muss kein Buch mit sieben
Siegeln sein - dieses Sachbuch beweist es.
Jörg Reichertz
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Bibliografische Angaben: |
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Titel:
"Praxisbuch der
Astronomie mit dem PC"
Autor:
Dr. Steffen
Brückner
Verlag:
Data Becker
Ausstattung:
Gebunden
Umfang: 335
Seiten
Erschienen:
2005, 1. Auflage
ISBN:
3815825555
Preis: 34,95
Euro |
©
Jörg Reichertz,
13. Dezember 2005, alle Rechte vorbehalten
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